
Jede Phase bekommt eine eindeutige Frage: sammeln, verdichten, klingen lassen, testen. Fünf, acht und dreizehn Minuten wirken unterschiedlich und erzeugen spürbare Energie. Wir stoppen konsequent, auch wenn gute Ideen locken, und parken sie sichtbar. Diese Disziplin schützt vor Perfektionismus und hält die Gruppe kreativ. Probiere morgen genau drei Runden mit festem Takt, und beobachte, wie deine Zeilen messbar schärfer werden.

Gute Regeln schneiden Ballast, damit Mut Platz findet: aktive Verben statt Substantivketten, ein Nutzen pro Satz, keine Negationen, keine internen Abkürzungen. Paradox, aber wahr: Begrenzungen öffnen. Wer nur mit zwölf Wörtern arbeiten darf, wählt präzisere Bilder. Lege dir heute vier kleine Regeln fest, schreibe dann zehn Hooks, und vergleiche, wie viel klarer sie klingen als gestern.

Klare Rollen vermeiden endlose Debatten: Eine Person schreibt live, eine kuratiert, eine prüft Klang, eine hält Zeit. Kundenseite oder Vertrieb bringt reale Einwände ein. Diese Polyfonie verhindert Blasenlogik und bringt Alltag in den Satz. Frage im Team, wer welche Stärke hat, und besetze die Rollen sichtbar. So wächst Qualität in Minuten, nicht in Marathon-Meetings.